Dienstag

Die römische Bezeichnung dieses Tages, dies Martis (Tag des Kriegsgottes Mars), wurde nur von den romanischen Sprachen übernommen: frz. mardi, ital. martedi, span. mártes. Im Deutschen haben sich verschiedene Bezeichnungen entwickelt: In bayerisch-österreichischer Mundart heißt der Dienstag Ertag oder Irtag (auch: Irchtag), was eine Ableitung vom griechischen Kriegsgott Ares vermuten läßt. Ein zweiter Name leitet sich von dem Himmels- und Kriegsgott an: Tyr, angelsächs. Tiv, hd. Ziu (Tiu) ab, der dem altindischen Dyaus, dem griechischen Zeus und dem römischen Jupiter entsprach (ahd. ziostac, mhd. zistac, an. tysdagr, angelsächs. tivesdag, engl. tuesday). Schwäbisch-alemannisch spricht man noch vom Ziestag, Zistig (auch: Tistag), im 14. Jahrhundert verballhornt zu "Zinstag". Das Wort "Dienstag" scheint abgeleitet vom "Mars Thingsus", dem Gott des Things, der Volksversammlung, der über das Recht wacht. Als "dinsetag" und "dingstag" taucht der Name seit dem 13. Jahrhundert in Urkunden auf und beherrscht seit dem 16. Jahrhundert die Schriftsprache. In einigen Gebieten der Alpen wird der Dienstag auch als "Aftermontag", Tag nach dem Montag, definiert. Die Liturgie bezeichnet den Dienstag als feria tertia. Die wenigen abergläubischen Vorstellungen, die mit dem Dienstag verbunden sind, erklären sich dadurch, dass dieser Tag dem Kriegs- oder - noch bedeutender - dem Rechtsgott verbunden ist. Der Dienstag ist ein "gerader" Tag, war also ein "Fleischtag", weil die Wochentage ab dem Montag gezählt wurden. Dem Mißverständnis vom Dienstag als "Diensttag" = Tag des Dienstes (Bertold von Regensburg spricht vom "dies servitii") entspricht die bayerisch-österreichische Fehldeutung des Irtages als "Irrtag", an dem an in die Irre geht.

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