Monat

Das Wort Monat (mhd. monot, manot, ahd. manod, got. menops, engl. month, schwed. månad) wurzelt in dem Namen Mond. Während Monat in den älteren Sprachzuständen auch Mond bedeutete, konnte in den letzten Jahrhunderten "Mond" auch "Monat" ersetzen.

In germanischer Zeit war der Monat die durch den Gestaltwandel des Mondes bestimmte Zeit: Ein Monat dauerte von Vollmond zu Vollmond. Durch Monate orientierte man sich zeitlich; zur Jahresteilung dienten die Monate jedoch nicht. Die Gliederung des Jahres in Monate übernahmen die Germanen erst von den Römern.

Nach den Römern unternahm Karl der Große erstmals den Versuch, neue, deutsche Monatsnamen einzuführen. Beginnend mit Januar setzte er fest: Wintarmanoth, Hornung, Lenzinmanoth, Ostarmanoth, Wunnimanoth, Brachmanoth, Hewimanoth, Aranmanoth, Witumanoth, Windumemanoth, Herbistmanoth, Heilagmanoth.

Eine einheitliche Sprachregelung haben diese Bezeichnungen ebenso wenig bewirkt wie die von 1927 durch den Deutschen Sprachverein: Eismond, Hornung, Lenzmond, Ostermond, Mai, Brachet, Heuet, Erntemond, Herbstmond, Weinmond, Nebelmond, Julmond.

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